Photovoltaik-Recycling: Was am Ende mit den alten Solarmodulen passiert

Geschrieben von:
Lucas Fischer
Veröffentlicht am:
Photovoltaik
Wartung & Betrieb

Alte Solarmodule landen nicht im Restmüll, sondern werden zu einem großen Teil recycelt, weil sie überwiegend aus Glas, Aluminium und Silizium bestehen, also aus Materialien, die sich gut zurückgewinnen lassen. Rund 90 Prozent eines Moduls können wiederverwertet werden, und das Thema wird zunehmend wichtiger, weil die ersten großen Anlagenwellen aus den 2000er Jahren langsam ihr Lebensende erreichen.
Wie lange hält ein Solarmodul überhaupt?
Moderne Module halten 25 bis 30 Jahre und oft länger, weil sie über die Zeit nur langsam an Leistung verlieren, sodass ein Modul kein kurzlebiges Produkt ist und Recycling erst nach Jahrzehnten zum Thema wird. Trotzdem ist es sinnvoll, schon beim Kauf zu wissen, was am Ende passiert, weil die Entsorgung gesetzlich klar geregelt ist.
Wer ist für die Entsorgung zuständig?
Solarmodule fallen unter das Elektro- und Elektronikgerätegesetz, weshalb Hersteller und Vertreiber zur Rücknahme verpflichtet sind und die Abgabe für private Mengen kostenlos ist. Du kannst alte Module entweder bei kommunalen Sammelstellen abgeben oder über den Fachbetrieb, der die neue Anlage installiert, wobei nur wichtig ist, dass die Module getrennt gesammelt und nicht einfach im Bauschutt entsorgt werden.
Was passiert beim Recycling konkret?
Zuerst werden der Aluminiumrahmen und die Anschlussdose entfernt, die sich beide direkt wiederverwerten lassen, anschließend wird das Modul zerkleinert und in Glas, Metalle und das Silizium der Solarzellen getrennt. Das Glas geht zurück in den Materialkreislauf und die enthaltenen Metalle wie Kupfer und Silber werden zurückgewonnen, während an besseren Verfahren zur Rückgewinnung des hochwertigen Siliziums weiter gearbeitet wird, weil hier noch Wert steckt, der sich künftig stärker nutzen lässt.
Wie nachhaltig ist Photovoltaik damit?
Eine PV-Anlage hat ihre Herstellung energetisch je nach Standort schon nach etwa ein bis zwei Jahren wieder hereingeholt und produziert danach jahrzehntelang sauberen Strom, sodass die Ökobilanz zusammen mit der hohen Recyclingquote klar positiv ausfällt. Wer eine Anlage plant, muss sich um die spätere Entsorgung also keine Sorgen machen, weil das System vorhanden und der Aufwand für dich am Ende gering ist.
Häufig gestellte Fragen
Kann ich alte Solarmodule in den Restmüll werfen?
Nein, Module fallen unter das Elektrogesetz und müssen getrennt gesammelt werden.
Was kostet die Entsorgung?
Für private Mengen ist die Rücknahme durch Hersteller und Vertreiber kostenlos.
Wie viel eines Moduls lässt sich recyceln?
Rund 90 Prozent, vor allem Glas, Aluminium und die enthaltenen Metalle.
Wie lange hält ein Solarmodul?
Moderne Module halten 25 bis 30 Jahre und oft länger.
Wo gebe ich alte Module ab?
Bei kommunalen Sammelstellen oder über den Fachbetrieb, der die neue Anlage installiert.





