Tauben & Photovoltaik: So schützen Sie Ihre PV-Anlage dauerhaft

Geschrieben von:
Lucas Fischer
Veröffentlicht am:
18.02.2026
Photovoltaik
Grundlagen
Photovoltaikanlagen sind für Hausbesitzer ein Gewinn, für Tauben allerdings auch. Der Spalt zwischen Dach und Modulen bietet Schutz vor Wind, Regen und Fressfeinden. Was für die Tiere ideal ist, wird für Eigentümer schnell zum Problem: Lärm, Kot auf Terrasse und Balkon, verstopfte Dachrinnen und eine dauerhafte Ansiedlung.
Zusammenfassung
Tauben unter der Photovoltaikanlage sind weniger ein technisches Risiko, sondern vor allem ein dauerhaftes Ärgernis durch Lärm, Kot und Geruch.
Entscheidend ist eine lückenlose Abschottung der Modulränder, ohne die Hinterlüftung oder den Ertrag der Anlage zu beeinträchtigen.
Billige Lösungen wie Bürsten oder einfache Spikes bieten meist keinen nachhaltigen Schutz und führen häufig zu erneutem Befall.
Befinden sich bereits Nester unter der Anlage, müssen tierschutzrechtliche Vorgaben beachtet werden. Übereiltes Handeln kann rechtliche Folgen haben.
Am sinnvollsten ist es, den Taubenschutz direkt bei der Installation der Photovoltaikanlage einzuplanen, um spätere Kosten und Probleme dauerhaft zu vermeiden.
Warum nisten Tauben unter Photovoltaikanlagen?
Die Stadttaube stammt ursprünglich von der Felsentaube ab und ist ein sogenannter Höhlenbrüter. Sie sucht geschützte, erhöhte Brutplätze. Früher waren das Dachböden oder Mauervorsprünge – heute übernehmen Photovoltaikanlagen diese Funktion.
Unter den Modulen ist es:
trocken und windgeschützt
im Sommer schattig und im Winter relativ temperiert
schwer zugänglich für natürliche Feinde
Hinzu kommt die ausgeprägte Standorttreue der Tiere. Haben sich Tauben einmal unter einer PV-Anlage niedergelassen, kehren sie immer wieder dorthin zurück. Mit jeder Brut steigt die Wahrscheinlichkeit, dass aus einem einzelnen Paar innerhalb weniger Jahre mehrere Tiere werden.
Sind Tauben schädlich für die Photovoltaik?
Oft wird behauptet, Tauben würden massive Schäden an Solaranlagen verursachen. In der Praxis zeigt sich: Technische Schäden sind eher selten. Moderne Anlagen sind stabil gebaut, Kabel sind in der Regel fachgerecht befestigt.
Das eigentliche Problem ist weniger technischer Natur, sondern betrifft:
dauerhafte Verschmutzung durch Kot
Geruchsbelästigung
Lärmentwicklung durch Gurren und Flügelschlagen
verstopfte Dachrinnen durch Nistmaterial
In Haushalten mit Kindern kann Taubenkot zudem ein hygienisches Thema werden. Vor allem aber entsteht ein dauerhafter Störfaktor, der die Wohnqualität beeinträchtigt.
Tauben von der Photovoltaikanlage abwehren: Welche Lösungen sind sinnvoll?
Entscheidend ist ein Grundprinzip: Die PV-Anlage muss lückenlos verschlossen werden, ohne die Hinterlüftung der Module zu beeinträchtigen.
Die Luftzirkulation unter den Modulen ist wichtig für den Wirkungsgrad. Jede Lösung, die diese Belüftung einschränkt, kann die Effizienz der Anlage mindern.
Warum Spikes, Bürsten und Ultraschall meist keine Lösung sind
Viele frei erhältliche Produkte versprechen schnelle Hilfe: Kunststoffraben, Flatterbänder, Ultraschallgeräte oder sogenannte Schutzbürsten. In der Praxis zeigen sich diese Maßnahmen unter PV-Anlagen meist als wirkungslos oder nur kurzfristig effektiv.
Spikes können problematisch sein, da sie Verletzungsrisiken bergen und bei starkem Bruttrieb umgangen werden. Bürstensysteme schließen die Anlage häufig nicht vollständig ab. Tauben finden selbst kleine Lücken zuverlässig.
Eine nachhaltige Lösung erfordert daher ein System, das den Zugang vollständig versperrt – ohne das Tierwohl zu verletzen.
Die bewährte Lösung: Seitlicher Verschluss mit Taubenschutzgittern
Als effektivste Methode hat sich der umlaufende Verschluss der Modulränder mit speziellen Gittern oder Schutzprofilen bewährt. Diese Systeme werden direkt am Modulrahmen befestigt und verhindern zuverlässig, dass Tauben unter die Photovoltaikanlage gelangen. Entscheidend ist dabei, dass die Hinterlüftung der Module vollständig erhalten bleibt, denn nur so kann die Anlage weiterhin effizient arbeiten. Gleichzeitig dürfen keine Bauteile über die Modulfläche hinausragen, damit es nicht zu Verschattungen und damit zu Ertragseinbußen kommt.
Wichtig ist außerdem eine absolut lückenlose Montage. Schon kleinste Öffnungen reichen aus, damit Tauben einen Zugang finden und sich erneut einnisten. Deshalb sollte die Installation sorgfältig und fachgerecht erfolgen, damit der Schutz dauerhaft wirksam bleibt.
Was tun, wenn bereits Tauben unter der PV-Anlage brüten?
Befinden sich bereits Eier oder Jungtiere unter der Anlage, ist besondere Vorsicht geboten. In Deutschland greifen hier tierschutzrechtliche Vorgaben. Nester mit bebrüteten Eiern oder Jungvögeln dürfen nicht einfach entfernt werden.
In dieser Phase sollte kein eigenständiges Handeln erfolgen. Ein erfahrener Fachbetrieb kann beurteilen, wann eine tierschutzkonforme Umsetzung möglich ist und wie die Anlage anschließend dauerhaft gesichert wird.
Übereilte Maßnahmen führen häufig dazu, dass Tiere eingesperrt werden oder nach kurzer Zeit zurückkehren.
Tauben und Photovoltaik: frühzeitig handeln zahlt sich aus
Tauben unter einer Photovoltaikanlage sind weniger ein technisches Risiko als ein dauerhaftes Ärgernis. Die Tiere nutzen den geschützten Raum instinktiv und kehren immer wieder dorthin zurück.
Wer seine Photovoltaikanlage gegen Tauben sichern möchte, sollte auf eine professionelle, lückenlose Abschottung setzen. Billige Abwehrprodukte bieten meist keine nachhaltige Lösung.
Die Kombination aus fachgerechter Montage, tierschutzkonformer Vorgehensweise und frühzeitiger Prävention sorgt dafür, dass Ihre PV-Anlage langfristig störungsfrei arbeitet, ohne ungebetene Untermieter.
Häufig gestellte Fragen
Was tun gegen Tauben unter PV-Anlage?
Die Anlage sollte umlaufend und lückenlos mit einem passenden Schutzgitter verschlossen werden. Bei bestehender Brut sind tierschutzrechtliche Vorgaben zu beachten.
Wie wird man Tauben unter Solaranlagen los?
Dauerhaft nur durch einen vollständigen Verschluss der Modulränder. Abschreckungsprodukte wirken meist nur kurzfristig.
Was kostet Taubenschutz für PV-Anlage?
Je nach Größe und Aufwand meist zwischen 900 und 2.500 Euro bei einem Einfamilienhaus.
Was schreckt Tauben wirklich ab?
Nicht Abschreckung, sondern Zugangssperre wirkt zuverlässig. Ein mechanischer Verschluss ist am effektivsten.
Was kostet professionelle Taubenabwehr?
Die Kosten hängen von Dach, Anlage und Aufwand ab. Eine fachgerechte Lösung ist langfristig meist wirtschaftlicher als Provisorien.
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Lucas Fischer






