MPP-Tracker: Warum dieser Begriff über den Ertrag deiner PV-Anlage entscheidet

Geschrieben von:
Patrick Meyer
Veröffentlicht am:
Photovoltaik
Technische Grundlagen & Funktionsweise

Ein MPP-Tracker sorgt dafür, dass deine Solarmodule immer im optimalen Arbeitspunkt laufen und so viel Strom wie möglich liefern. MPP steht dabei für Maximum Power Point, also für den Punkt, an dem ein Modul bei der aktuellen Sonne und Temperatur die höchste Leistung bringt, und weil sich dieser Punkt ständig verschiebt, regelt der MPP-Tracker im Wechselrichter fortlaufend nach. Ohne ihn würde deine Anlage einen Teil des möglichen Ertrags einfach verschenken.
Warum braucht es überhaupt eine Nachregelung?
Die Leistung eines Solarmoduls hängt von der Einstrahlung und der Temperatur ab, sodass der ideale Arbeitspunkt morgens, mittags, bei Wolken oder im Hochsommer jedes Mal ein anderer ist. Der MPP-Tracker misst deshalb permanent und stellt Spannung und Strom so ein, dass am Ende die meiste Leistung herauskommt. Das passiert mehrmals pro Sekunde und völlig automatisch, ohne dass du etwas davon merkst.
Was bedeuten mehrere MPP-Tracker?
Viele Wechselrichter haben zwei oder mehr unabhängige MPP-Tracker, was vor allem dann wichtig ist, wenn deine Module unterschiedlich ausgerichtet oder unterschiedlich verschattet sind. Liegen Module zum Beispiel sowohl auf der Ost- als auch auf der Westseite, sollten beide Seiten an einem eigenen Tracker hängen, weil sich die Regelung sonst am Durchschnitt orientiert und beide Seiten weniger liefern, als sie eigentlich könnten. Bei einem Dach mit nur einer Ausrichtung reicht dagegen ein einziger Tracker völlig aus.
Worauf solltest du beim Kauf achten?
Beim Wechselrichter lohnt sich der Blick auf die Anzahl der MPP-Tracker und auf den Spannungsbereich, in dem sie arbeiten, denn je besser dieser Bereich zur geplanten Modulverschaltung passt, desto mehr Ertrag holst du heraus. Ein guter Planer legt das ohnehin sauber aus, trotzdem solltest du bei einer verwinkelten Dachfläche besonders genau hinschauen, weil sich an dieser Stelle ein Teil des Jahresertrags entscheidet.
Die kurze Einordnung
Den MPP-Tracker musst du weder bedienen noch im Detail verstehen, weil er im Hintergrund arbeitet, wichtig ist allein, dass die Anlage zur Dachform passt. Bei einfachen Dächern ist das kein Thema, während bei mehreren Ausrichtungen oder Teilverschattung die richtige Tracker-Aufteilung zum echten Hebel für den Ertrag wird.
Häufig gestellte Fragen
Was bedeutet MPP?
MPP steht für Maximum Power Point, also den Punkt, an dem ein Modul gerade die höchste Leistung liefert.
Muss ich den MPP-Tracker bedienen?
Nein, er arbeitet vollautomatisch im Wechselrichter, du musst nichts einstellen.
Wie viele MPP-Tracker brauche ich?
Bei einer Ausrichtung reicht einer, bei mehreren Dachseiten oder Teilverschattung sind zwei oder mehr sinnvoll.
Bringt ein zusätzlicher Tracker mehr Ertrag?
Ja, bei unterschiedlich ausgerichteten oder verschatteten Modulen kann das spürbar mehr Strom bedeuten.
Worauf achte ich beim Wechselrichter?
Auf die Anzahl der MPP-Tracker und den Spannungsbereich, beides sollte zur geplanten Modulverschaltung passen.






