Ist mein Dach für Photovoltaik geeignet? So prüfst du das Potenzial deines Daches Copy

Geschrieben von:

Lucas Fischer

Veröffentlicht am:

Photovoltaik

Planung & Installation

Ist mein Dach für Photovoltaik geeignet?

Viele gehen davon aus, dass sich Photovoltaik nur auf einem großen Süddach lohnt. Das stimmt heute nicht mehr. Moderne Solarmodule erreichen deutlich höhere Leistungen als noch vor einigen Jahren und können auch auf Ost-, West- oder teilweise sogar Norddächern wirtschaftlich betrieben werden.

Ob sich eine PV-Anlage auf deinem Dach lohnt, hängt vor allem von der verfügbaren Fläche, der Dachausrichtung, der Dachneigung, möglichen Verschattungen und dem Zustand des Daches ab. Kein Dach muss dabei perfekt sein. Entscheidend ist, wie viele Solarmodule installiert werden können und wie viel Strom die Anlage langfristig erzeugt.

Zusammenfassung

  • Die meisten Dächer in Deutschland eignen sich grundsätzlich für Photovoltaik.

  • Besonders gute Voraussetzungen bieten Süd-, Ost- und Westdächer.

  • Moderne Solarmodule ermöglichen teilweise auch auf Norddächern wirtschaftliche Erträge.

  • Für eine 10-kWp-Anlage werden meist etwa 45 bis 60 m² Dachfläche benötigt.

  • Verschattungen durch Bäume, Nachbargebäude oder Gauben können den Ertrag reduzieren.

  • Vor der Installation sollte geprüft werden, ob das Dach in den nächsten Jahren saniert werden muss.

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4.950,95 €

Wechselrichter

2.049,95 €

7,68 kWh Speicher

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Montage

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1.349,95 €

1.649,95 €

15.617,75 €

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Welche Voraussetzungen sollte ein Dach für Photovoltaik erfüllen?

Damit sich eine Photovoltaikanlage langfristig lohnt, müssen einige grundlegende Voraussetzungen erfüllt sein. Besonders wichtig sind die verfügbare Dachfläche, die Ausrichtung, die Dachneigung, mögliche Verschattungen und der bauliche Zustand des Daches.

Dabei gilt: Kein einzelner Faktor entscheidet allein darüber, ob sich eine PV-Anlage lohnt. Ein leicht verschattetes Süddach kann beispielsweise weniger Strom erzeugen als ein unverschattetes Ost-West-Dach. Deshalb sollte das Dach immer als Gesamtsystem betrachtet werden.

Reicht meine Dachfläche aus?

Die Dachfläche bestimmt, wie groß die Photovoltaikanlage werden kann. Dank moderner Module wird heute deutlich weniger Platz benötigt als noch vor einigen Jahren.

Für ein durchschnittliches Einfamilienhaus reichen häufig bereits 45 bis 60 Quadratmeter nutzbare Dachfläche aus, um eine 10-kWp-Anlage zu installieren.

Anlagengröße

Benötigte Dachfläche

5 kWp

ca. 25–30 m²

10 kWp

ca. 45–60 m²

15 kWp

ca. 70–90 m²

20 kWp

ca. 90–120 m²

Entscheidend ist jedoch nicht die gesamte Dachfläche, sondern die nutzbare Fläche. Dachfenster, Schornsteine, Gauben oder Lüftungsanlagen reduzieren den verfügbaren Platz für Solarmodule.

Solarmodul von IBC Solar

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Einzige Komplettlösung auf dem Dach eines einzigen Unternehmens

Nachhaltiger Partner seit 1982 aus Bad Staffelstein

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Welche Dachausrichtung ist ideal?

Die Dachausrichtung beeinflusst, wie viel Solarstrom deine Anlage im Jahresverlauf erzeugen kann. Ein Süddach erzielt meist die höchsten Erträge. Das bedeutet jedoch nicht, dass andere Ausrichtungen ungeeignet sind.

Ost- und Westdächer erreichen häufig ebenfalls sehr gute Ergebnisse. Der Strom wird dabei gleichmäßiger über den Tag verteilt erzeugt, was den Eigenverbrauch erhöhen kann.

Ausrichtung

Relativer Ertrag

Süd

100%

Südost / Südwest

95–99 %

Ost / West

80–95 %

Nordost / Nordwest

60–80 %

Nord

50–75 %

Auch Norddächer sollten heute nicht pauschal ausgeschlossen werden. Bei geringer Dachneigung, wenig Verschattung und hohem Eigenverbrauch können sie wirtschaftlich sein.

Welche Dachneigung ist optimal?

Neben der Ausrichtung spielt auch die Dachneigung eine wichtige Rolle. Sie bestimmt, in welchem Winkel die Sonnenstrahlen auf die Module treffen.

Für Deutschland gelten Dachneigungen zwischen 30 und 35 Grad als besonders günstig. In der Praxis können jedoch auch flachere oder steilere Dächer wirtschaftlich betrieben werden.

Dachneigung

Bewertung

0–10°

gut

10–30°

sehr gut

30–40°

optimal

40–50°

gut

über 50°

eingeschränkt

Moderne Photovoltaikanlagen arbeiten inzwischen so effizient, dass kleine Abweichungen vom Optimalwinkel meist nur geringe Auswirkungen auf den Ertrag haben.

Wie stark beeinflusst Verschattung den Ertrag?

Verschattungen gehören zu den wichtigsten Faktoren bei der Planung einer PV-Anlage. Sie entstehen häufig durch Bäume, Nachbargebäude, Schornsteine oder Dachgauben.

Schon kleine Schatten können den Ertrag einzelner Module reduzieren. Besonders problematisch sind dauerhafte Verschattungen während der Hauptsonnenstunden.

Verschattungsquelle

Einfluss

Kleiner Schornstein

gering

Dachgaube

mittel

Einzelner Baum

mittel

Nachbargebäude

hoch

Große Baumreihe

hoch

Moderne Wechselrichter und Leistungsoptimierer können die Auswirkungen teilweise reduzieren. Trotzdem sollte die Verschattung bereits vor der Installation geprüft werden.

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4.950,95 €

Wechselrichter

2.049,95 €

7,68 kWh Speicher

6.597,95 €

Zusätzlich benötigtes Material

Montage

Gesamtkosten

1.349,95 €

1.649,95 €

15.617,75 €

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Ist mein Dach statisch geeignet?

Eine Photovoltaikanlage bringt zusätzliches Gewicht auf das Dach. Bei den meisten Wohnhäusern stellt dies jedoch kein Problem dar.

Typischerweise liegt das Gewicht einer kompletten Anlage zwischen 15 und 25 Kilogramm pro Quadratmeter.

Komponente

Gewicht

Solarmodule

10–15 kg/m²

Unterkonstruktion

3–8 kg/m²

Gesamtanlage

15–25 kg/m²

Vor der Installation prüft der Fachbetrieb, ob die Dachkonstruktion die zusätzliche Last dauerhaft tragen kann.

Wie alt darf mein Dach sein?

Eine Photovoltaikanlage hat heute häufig eine Lebensdauer von 30 Jahren oder mehr. Deshalb sollte auch das Dach möglichst noch viele Jahre nutzbar sein.

Steht in den nächsten Jahren ohnehin eine Dachsanierung an, kann es sinnvoll sein, diese vor der Installation der PV-Anlage durchzuführen.

Zustand des Daches

Empfehlung

Neu oder frisch saniert

sehr gut geeignet

10–20 Jahre alt

meist problemlos

20–30 Jahre alt

Zustand prüfen

Über 30 Jahre alt

Dachsanierung prüfen

Muss das Dach später saniert werden, entstehen zusätzliche Kosten für die Demontage und erneute Montage der Anlage.

Welche Dachformen eignen sich für Photovoltaik?

Die meisten Dachformen lassen sich mit Solarmodulen belegen. Besonders häufig kommen Photovoltaikanlagen auf Sattel-, Pult- und Flachdächern zum Einsatz.

Satteldächer bieten meist gute Voraussetzungen, da sie häufig über große zusammenhängende Dachflächen verfügen. Pultdächer erzielen oft sehr hohe Erträge, da die gesamte Fläche in eine Richtung zeigt. Flachdächer ermöglichen eine flexible Ausrichtung der Module durch spezielle Aufständerungen.

Auch Walmdächer können wirtschaftlich genutzt werden, bieten durch die zusätzliche Dachfläche oft sogar mehrere Ausrichtungen gleichzeitig.

Lohnt sich Photovoltaik auch auf einem nicht perfekten Dach?

Ja. Viele wirtschaftliche PV-Anlagen befinden sich nicht auf idealen Süddächern. Hohe Strompreise, moderne Solarmodule und ein hoher Eigenverbrauch sorgen dafür, dass sich Photovoltaik heute auf deutlich mehr Dächern lohnt als noch vor einigen Jahren.

Besonders interessant wird eine Anlage, wenn zusätzlich eine Wärmepumpe, ein Elektroauto oder ein Stromspeicher vorhanden sind. Dadurch kann mehr Solarstrom selbst genutzt werden, was die Wirtschaftlichkeit verbessert.

Ist mein Dach für Photovoltaik geeignet?

Die meisten Dächer in Deutschland eignen sich grundsätzlich für eine Photovoltaikanlage. Besonders gute Voraussetzungen bieten ausreichend große und möglichst wenig verschattete Dachflächen mit Süd-, Ost- oder Westausrichtung.

Aber auch weniger ideale Dächer sollten nicht vorschnell ausgeschlossen werden. Moderne Solarmodule ermöglichen heute auf vielen Dachflächen wirtschaftliche Stromerträge. Entscheidend ist letztlich nicht, ob dein Dach perfekt ist, sondern wie viel Solarstrom sich daraus langfristig erzeugen und selbst nutzen lässt.

Häufig gestellte Fragen

Wie groß muss mein Dach für eine PV-Anlage sein?

Für eine typische 10-kWp-Anlage werden meist etwa 45 bis 60 m² nutzbare Dachfläche benötigt.

Ist ein Norddach für Photovoltaik geeignet?

Ja. Moderne Module ermöglichen unter bestimmten Voraussetzungen auch auf Norddächern wirtschaftliche Erträge.

Welche Dachneigung ist optimal?

In Deutschland gelten etwa 30 bis 35 Grad als besonders Ertragsreich.

Kann ich eine PV-Anlage auf einem alten Dach installieren?

Grundsätzlich ja. Vorher sollte jedoch geprüft werden, ob in den nächsten Jahren eine Dachsanierung notwendig wird.

Wie stark beeinflusst Verschattung den Ertrag?

Je nach Ursache kann Verschattung die Stromproduktion deutlich reduzieren. Deshalb sollte sie bereits bei der Planung berücksichtigt werden.