PV-Preise steigen 2026: Das steckt hinter der Entwicklung

Geschrieben von:
Aileen Hesse
Veröffentlicht am:
LuPa-News
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Wer sich gerade über eine Photovoltaikanlage informiert, merkt es schnell: Die Preise ziehen an. Und das ist kein kurzfristiger Ausreißer, sondern das Ergebnis gleich mehrerer Entwicklungen, die seit Anfang 2026 gleichzeitig wirken.
Zusammenfassung
Seit dem 1. April 2026 hat China die Mehrwertsteuer-Exportvergünstigungen für PV-Module vollständig abgeschafft.
Rohstoffpreise für Polysilizium, Silber und Kupfer steigen stark an und erhöhen die Herstellungskosten weiter.
Hohe Energiepreise bewegen immer mehr Hausbesitzer dazu, auf Solarstrom umzusteigen.
Lieferengpässe bei Wechselrichtern und Modulen verschärfen die Lage zusätzlich.
LuPa erhöht die Preise in Kürze. Solange der Lagerbestand reicht, kannst du dir noch jetzt den alten Preis sichern.
China-Zölle 2026: Der direkte Preistreiber
Der entscheidende Auslöser der aktuellen Preisentwicklung kam aus Peking: Am 9. Januar 2026 kündigte die chinesische Regierung an, die langjährigen Mehrwertsteuer-Exportvergünstigungen für Photovoltaikmodule zum 1. April 2026 vollständig zu streichen.
Was bedeutet das konkret? Bisher konnten chinesische Hersteller bei der Ausfuhr von Solarmodulen einen Teil der im Inland gezahlten Mehrwertsteuer zurückerhalten. Diese Rückerstattung lag zuletzt bei 9 Prozent und machte chinesische PV-Produkte jahrelang zu historisch günstigen Preisen verfügbar. Seit dem 1. April 2026 ist dieser Vorteil komplett weggefallen, von 9 auf 0 Prozent.
Da über 80 Prozent aller in Deutschland installierten Solarmodule aus China stammen, wirkt sich das unmittelbar auf die Einkaufspreise aus. Experten rechnen allein durch diesen Effekt mit einem Preisanstieg von rund 10 Prozent bei Modulen. In Kombination mit weiteren Faktoren könnten es laut Branchenanalysten sogar 15 bis 20 Prozent sein.
Auch Batteriespeicher sind betroffen: Hier wurde der Exportrabatt ab April 2026 zunächst von 9 auf 6 Prozent gesenkt. Die vollständige Abschaffung folgt zum 1. Januar 2027.
Rohstoffpreise treiben die Kosten weiter hoch
Parallel zur Zollsituation verteuern sich die Rohstoffe, die für die Herstellung von Solaranlagen gebraucht werden.
Polysilizium, der Grundstoff für Solarzellen, hat sich seit Sommer 2025 deutlich verteuert. Der Spotpreis stieg von rund 4 Euro pro Kilogramm auf zuletzt über 6 Euro. Auch Silber, das in der Zellproduktion unverzichtbar ist, hat sich im selben Zeitraum um mehr als 130 Prozent verteuert. Kupfer, das in der Verkabelung und in Wärmepumpenkomponenten steckt, folgt dem gleichen Trend.
Das ist keine kurzfristige Schwankung. Rohstoffpreise folgen globalen Marktbewegungen und reagieren auf geopolitische Spannungen, gestiegene Nachfrage aus verschiedenen Industrien und strukturelle Veränderungen in der Lieferkette. Eine schnelle Entspannung ist aktuell nicht in Sicht.
Hohe Energiepreise sorgen für steigende Nachfrage
Ein weiterer Faktor, der oft unterschätzt wird: die allgemeine Energiepreisentwicklung.
Strom und Heizkosten bleiben auf einem hohen Niveau. Das bringt immer mehr Hausbesitzer dazu, sich ernsthaft mit einer Solaranlage zu beschäftigen. Viele, die bisher abgewartet haben, handeln jetzt. Gleichzeitig macht der Ausstieg aus Gas- und Ölheizungen die Kombination aus PV-Anlage und Wärmepumpe für viele zur naheliegenden Lösung.
Das Ergebnis ist eine deutlich gestiegene Nachfrage. Und wenn die Nachfrage das verfügbare Angebot übersteigt, ziehen die Preise an. Das ist kein Marketingargument, sondern ein wirtschaftliches Grundprinzip, das sich gerade im gesamten PV-Markt bemerkbar macht.
Wärmepumpen sind ebenfalls betroffen
Was für PV-Anlagen gilt, betrifft auch Wärmepumpen. Hier wirken dieselben Kräfte: gestiegene Rohstoffkosten bei Kupfer und Stahl, teurere Bauteile aus dem asiatischen Raum und eine spürbar höhere Nachfrage durch den Heizungsaustausch.
Wer ohnehin über den Umstieg auf eine Wärmepumpe nachdenkt, idealerweise in Kombination mit einer Solaranlage, sollte diese Entwicklung bei seiner Zeitplanung einkalkulieren. Auch hier gilt: Wer früher kauft, zahlt weniger.
Was das für dich bedeutet: Preise steigen bald
LuPa erhöht in Kürze die Preise für Photovoltaikanlagen und Wärmepumpen. Die Grundlage dafür sind die oben beschriebenen Entwicklungen: weggefallene Exportvergünstigungen aus China, teurere Rohstoffe und eine allgemein gestiegene Nachfrage.
Solange der aktuelle Lagerbestand reicht, bieten wir dir die Möglichkeit, dir den alten Preis zu sichern. Das gilt auch dann, wenn die Installation erst zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden soll.
Das bedeutet konkret: Du kannst heute einen unverbindlichen Festpreis anfragen und weißt damit genau, was deine Anlage kostet. Unabhängig davon, was auf dem Markt in den nächsten Wochen noch passiert.
Lohnt sich eine Solaranlage trotz steigender Preise noch?
Ja und die Rechnung fällt in den meisten Fällen deutlich positiv aus.
Die Strompreise sind hoch und dürften das mittelfristig auch bleiben. Eine gut dimensionierte PV-Anlage mit Speicher senkt die laufenden Stromkosten dauerhaft und macht unabhängiger vom Netz. Die Kosten für eine Anlage werden in den nächsten Monaten voraussichtlich weiter steigen, nicht sinken.
Wer jetzt kauft, bevor die Preiserhöhung greift, spart unter Umständen mehrere hundert bis tausend Euro, je nach Anlagengröße und Ausstattung.
Häufig gestellte Fragen
Warum steigen die PV-Preise 2026 so stark?
Seit dem 1. April 2026 hat China die Mehrwertsteuer-Exportvergünstigungen für Solarmodule komplett gestrichen. Das verteuert die Einkaufspreise für Installateure direkt. Dazu kommen gestiegene Rohstoffpreise und eine hohe Nachfrage, die das Angebot übersteigt.
Was genau hat China geändert?
China hat die Mehrwertsteuer-Rückerstattung für PV-Module von 9 auf 0 Prozent abgesenkt – mit Wirkung zum 1. April 2026. Bei Batteriespeichern folgt die vollständige Abschaffung schrittweise bis Januar 2027.
Betrifft das auch Wärmepumpen?
Ja. Auch Wärmepumpen werden durch steigende Rohstoffkosten und eine hohe Nachfrage teurer. Wer eine Wärmepumpe plant, sollte das bei seiner Zeitplanung berücksichtigen.
Wie lange gilt noch der alte Preis?
Solange der aktuelle Lagerbestand reicht. Danach gelten die neuen Preise.
Lohnt sich eine PV-Anlage trotz gestiegener Preise noch?
Ja, in den meisten Fällen klar. Durch dauerhaft hohe Strompreise und den Eigenverbrauch rechnen sich Anlagen weiterhin solide. Eine individuelle Berechnung zeigt dir genau, was du in deiner Situation einsparen kannst.





